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Beschreibung
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Die Edelkastanie ist ein Baum, der zwischen 10-30m hoch werden kann. Sie
stammt ursprünglich aus Kleinasien und hat sich vom Mittelmeergebiet bis
zum Kaukasus verbreitet. Bei uns gedeiht sie hauptsächlich in mildem
Weinbauklima, in rauheren Lagen reifen die Früchte nicht aus. Vor allen
in den Tälern der Südalpen haben sich noch große, alte Bestände
gehalten.
Rinde: Die Borke ist bei jungen Bäumen glatt und olivbraun,
später wird sie graubraun und hat tiefe Risse.
Blätter: Sie sind bis zu 25cm lang, länglich-lanzettlich,
ledrig-hart und haben eine glänzend-dunkelgrüne Farbe, die Unterseite
ist heller. Der Blattrand ist stachelig-gezähnt, die Blattnerven
verlaufen schräg und parallel.
Blüte: Der Baum ist einhäusig, Blütezeit ist von Juni bis
Juli. Die männlichen, blassgelben Blütenkätzchen werden bis zu 18 cm
lang, während die weiblichen Blüten wesentlich kleiner sind und
unscheinbar meist in Zweier- oder Dreiergruppen in einem schuppigen
Fruchtbecher beieinander stehen. Die Blüten riechen unangenehm nach
Trimethylamin. Die Bestäubung erfolgt durch Bienen, Ameisen und Käfer.
Frucht: Die Früchte sind grün und stachelig. Wenn sie im
Oktober reif werden, platzen die Fruchtschalen auf und geben ihren
Inhalt, die Maronen, frei. Diese sind 1-3cm groß, auf einer Seite
abgeflacht und dunkelbraun, sie werden zu den Nüssen gezählt.
Verbreitung erfolgt u.a. durch Eichhörnchen, Mäuse und Eichelhäher. Erst
nach ca. 20 Jahren trägt ein Baum Früchte. |
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Medizin |
Medizinisch
verwendeter Teil:
Blätter - Castanea folium, Sammelzeit ist September/Oktober
Inhaltsstoffe:
Gerbstoffe (Gallussäure, Ellagsäure, Quercetin, Castalagin)
Heilkunde:
Erkrankungen der Atemwege. Rachenentzündung, Durchfall.
In der Bachblütentherapie findet sie als Sweet Chestnut Verwendung. |
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Sonstiges |
Die Eßkastanie ist nicht mit der Roßkastanie (Aesculus hippocastanum)
verwandt, die einer anderen Familie, den Roßkastaniengewächsen (Hippocastanaceae)
angehört. Das Holz wird wirtschaftlich genutzt und ist ein begehrter
Rohstoff für Möbel-, Schiffs- und Musikinstrumentenbau (Klaviere). Da
das Holz fäulnisrestistent ist, wird es gerne auch für Zäune oder Pfähle
genutzt.
Im antiken Griechenland wurde die Marone als "Eichel des Zeus"
bezeichnet und fand schon in der Antike in der Heilkunde und in der
Ernährung Verwendung. Die Wertschätzung zog sich durch die nachfolgenden
Jahrhunderte, u.a. wurde sie in der "Capitulare de villis", der
Landgüterverordnung Karl des Großen aufgeführt. Auch in der
Hildegardmedizin hat sie ihren Platz. |