Bienenvölker

 

Mein Bienestand besteht aus ca. 110 Völkern, 60 befinden sich im Naturschutzgebiet Marchfeldkanal, 50 im Weingarten ca. 2km entfernt, im Herzen des 21. Bezirks von Wien. Das bedeutet eine optimale und unbelastete Futterversorgung meiner Völker. Die Frühlingsblüte, insbesondere die zahlreichen Weiden bedeuten ein wesentliches Überangebot an Blütenpollen, was einen deutlichen Bruteinschlag und somit starke Völker zur Frühlingstracht (Obstblüte) zur Folge hat.

 

Ich arbeite zur Zeit mit drei verschiedenen Beutenmaßen, 2/3 Langstroth (meist weltweit verbreitete Wabenmaß)  und 1/3 österreichische Breitwabe und 2 Liebhaberstöcke auf Dandant (Italien, Frankreich). Wobei es für die Biene wirklich keinen Unterschied macht. Die Wahl des richtigen Magazins ist alleine Sache der Handlichkeit für den Imker, die Biene benötigt jedoch lediglich genug Platz und Raum, ob nach hinten, links oder rechts, ist eigentlich nicht weiter von Bedeutung.

 

Direkt von meinem Heimbienestand sind folgende Sortenhonige zu erwarten:

  • Frühlingsblüte(Obst)

  • Akazie

  • Linde

  • Goldrute

  • Blütenhonig gemischt

  • Teilweise auch

  • Raps

  • Sonnenblume

  • Buchweizen

 

Meine erste Schleuderung ist Mitte April und die Völker füllen zum Entwicklungshöhepunkt ende Juni  bis zu vier Zargen. Die letzte Ernte ist Anfang August, wenn das Volk dann auf zwei Zargen sitzt werden die Bienenvölker sofort gegen die Varoamilbe mit Ameisensäure mehrmals behandelt.

In Verbindung damit bekommen die Völker zusätzlich, wenn nötig ihr Ersatzfutter(12kg Glukose-Fructosesirup) und ein Ätherisches Langzeitpräparat (Api Live Var) gegen die Varoamilben; die Fluglöcher werden stark eingeengt um die Räuberei zu vermeiden.

 

Anfang Dezember wird letztmals mit Oxalsäure beträufelt, und man verabschiedet sich somit bis zum nächsten Frühjahr von seinen Völkern.

Was nicht bedeutet, dass der Imker jetzt frei hat, denn um seine Bienen muss er sich trotzdem kümmern und das Bodenbrett vom Bienentotenfall säubern  1x Monat

 

Auch zu Hause hat der Imker jede menge Heimarbeit zu leisten, denn jedes Volk benötigt Jährlich 1/3 neue Rähmchen mit Mittelwänden (Wachsplatten), das sind in meinem konkreten Fall ca. 1100 Stk.

Die verbleibende Winterzeit nutzt der erfahrene Imker zur Vermarktung seiner mühevoll erarbeiteten Ernte und zur Weiterbildung.