Bienenzucht

 

In erster Linie ist der Imker nur in einer betreuenden und unterstützenden Weise für seine Bienenvölker da. Bei der Produktion von Bienenprodukten kann man nichts erzwingen, und wenn das Volk nicht bereit ist für den nächsten Schritt kann man, wenn man diesen Schritt dennoch setzt, mehr Schaden anrichten im Volk, als es schließlich nötig ist und einige Produkte können somit nur vermindert, oder gar nicht erzielt  werden.

 

Die Rohstoffe zur Herstellung der Bienenprodukte, die für uns von größter gesundheitlicher Bedeutung sind, kommen schließlich nicht von selbst in den Bienenstock. Das setzt gesunde, starke Völker voraus, die genug  Rohstoffe anliefern, damit die daheimgebliebenen Jungbienen ihre Arbeit für das Volk verrichten können. Beginnend bei der Verarbeitung des eingetragenen Nektars zu Honig, der Erzeugung von Bienenwachs und dem exzellenten Wabenbau bis hin zum abknabbern und umarbeiten der gesammelten Propolis (Medizinschrank der Biene).

 

Jeder Imker ist daher schon aus eigenem Interesse angehalten für sich und seine Völker die ideale Betreuung im Jahresrhythmus (angepasst an sein Gebiet) und die optimale Behausung zu finden. In der Modernen Imkerei gibt es eine Vielzahl von Möglichkeiten Bienen einen geeigneten und  bienengerechten Unterschlupf zu bieten.

 

In früheren Zeiten benutzte man Strohkörbe und betrieb Schwarmimkerei. Das bedeutet in der Praxis, durch den viel zu kleinen Korb war  der Raum durch die Bienen schnell ausgefüllt, und sie teilten sich schneller und schwärmten vermehrt. Diese Schwärme setzte man natürlich sofort wieder in Strohkörbe ein. Die Ernte war vor allem nicht sehr bienenfreundlich und ähnlich abenteuerlich.

Um an die begehrten Produkte zu gelangen, wurde nach dem Lagerfeuer dieses mittels Wasser gelöscht, und sobald es nur mehr schrecklich qualmte wurden die Strohkörbe daraufgestellt, und die Bienen durch den Rauch und zusätzliches trommeln auf den Korb ausgetrieben. Dabei verlor das Volk oft nicht nur sein zu Hause, sondern auch sein Leben.

Danach begann man mit Leisten im Strohkorb und schließlich mit Rahmen in Holzkisten, um besser mit den Waben und den Bienen hantieren zu können, zu arbeiten.

Jedoch waren  bzw. sind diese Kisten von hinten zu versorgen und räumlich stark begrenzt.

 

Soweit so gut, nur wie gehabt, sobald es für die Biene aufgrund der Volksentwicklung zu eng wird, durch den Platzmangel und den Mangel an Larven, erfolgt die gegenseitige Abfütterung mit Larvenfuttersaft der Arbeiterin und somit eine hormonelle Änderung der Arbeitsbiene – faule, schwarmduselige Bienen!!!! Das Volk beginnt mit der Aufzucht von Jungköniginnen und wenn diese geschlüpft sind, beginnt die Schwärmerei und ca.1/3 bis ½ des Volkes(Flugbienen) fliegt als Schwarm davon.

Aufgrund der Tatsache, dass die Hälfte der Sammelbienen abgeschwärmt und sich einen 3-Tagesvorrat an Honig einverleibt habe, die Jungkönigin noch nicht bereit ist 2000 Eier pro Tag  zu legen, bedeutet dies einen fehlenden Bienennachschub und es kommt natürlich auch vermindert Nektar in das Volk, was natürlich einbußen im Ertrag zur Folge hat.

In der heutigen Zeit ist jedoch die Beste Betreuung der Völker nichts Wert, wenn nicht rechtzeitig und konsequent, nach der Ernte der gewünschten Produkte, mit der richtigen Behandlung der Völker gegen bestimmte Parasiten(z.B. Varoa), begonnen wird !!

 

Zur Zeit ist diese Milbe der schlimmste Feind der Bienenvölker in Europa und beschert uns Jährlich im Winter bis zu 80% Bienensterben.